Last Updated on 11 Jahren by TmoWizard
Liebe Leserinnen und Leser,

Quelle: TmoWizard, erstellt mit Gimp
ich bin für wie kurz auch immer wieder einmal zu Hause und das nutze ich hier auf meinem Castle gleich mal für einen neuen Artikel aus. :mrgreen: Das Bildchen und der Titel deuten es ja schon an: Es geht mal wieder um und gegen unsere reGIERenden Volltrottel und deren Erziehungsberechtigten… oder so! ;-)
Folgende Beiträge helfen mir dabei, daß bei meinem Geschreibsel auch was einigermaßen Vernünftiges herauskommt:
heise.de: Jugendmedienschutz: Altersfreigaben auch für soziale Medien
Thomas Stadler: JMStV Reloaded: Wieder nur unausgegorene Vorschläge
AK Zensur: Jugendschutz im Internet: Zurück in die Vergangenheit
Es kann allerdings sein, daß im Laufe des Artikels noch weitere Links hinzukommen!
Zuerst ein Zitat aus dem Heise-Artikel mit Hervorhebungen (gilt für alle Zitate im Artikel!) durch mich:
Blogger und soziale Netzwerke sollen nach Vorstellung der Rundfunkkommission ihre Angebote künftig auch mit Altersfreigaben kennzeichnen, sonst drohen Sanktionen. Der Kommissions-Entwurf für den neuen Staatsvertrag liegt jetzt vor.
Kann mir bitte mal jemand erklären, wie ich das hier mit meinem Castle bewerkstelligen soll? Ein öffentliches Blog mit gemischtem Inhalt, wo auch mal nicht ganz astreine Witze dazugehören? Beiträge über Politiker und anderes Ungeziefer erscheinen hier auch, bei denen ich zudem noch manche sehr bekannte Kraftausdrücke verwende, die man heute schon im Kindergarten lernt! Dann sollte man aber manche Sendung in den „Öffentlich Rechtlichen (ÖR)“
Verdummungs Fernsehanstalten besser noch einmal genauer begutachten, die derzeit im sogenannten „Jugendfernsehen“ laufen. Da kommen manchmal Sprüche und Ausdrücke, bei denen sogar ich trotz meiner beinahe 50 Jahren leicht erröte! :oops:
Ein weiteres (von mir gekürztes) Zitat aus dem Artikel:
Im Entwurf fordern die Länder eine freiwillige Alterskennzeichnung („ab 12 Jahren“ oder „ab 18 Jahren“) für Telemedien mit „unveränderbaren Angeboten“. […] Der neue Anlauf zielt auch auf nutzergenerierte Inhalte und betrifft somit vor allem soziale Medien wie Blogs und Facebook.
…
..
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Seit wann zählen eigentlich Blogs zu den „sozialen Medien wie […] Facebook“??? Da müßten ja eigentlich auch Zeitungen, Magazine, Kochbücher, Fotoalben, Tagebücher u.s.w. ebenfalls dazu gehören! Wie sieht es dann mit FSK18 für die BLÖD- BILD-Zeitung aus? 8-)
„Unveränderbare Angebote“? Ach ja? Nein, einen Blogartikel kann man ja gar nie nicht verändern, der ist absolut fest im ROM des Internet eingebrannt, ich schwör!!
Jedem das Seine!
Auch sehr interessant ist folgendes:
Dem niedersächsischen Landesmedienchef und stellvertretenden Vorsitzenden der KJM, Andreas Fischer (FDP), geht der Entwurf nicht weit genug. „So müsste die KJM weiterhin Jugendschutzprogramme anerkennen, die nur am Desktop PC funktionieren. Aus meiner Sicht darf es nur eine Anerkennung geben, wenn ein Jugendschutzprogramm zumindest Windows, iOS und Android ‚kann’.“
Ähm… wasislos? Da kennt sich aber jemand hervorragend mit dem Internet aus, nämlich überhaupt nicht. Eine entsprechend gekennzeichnete Website ist natürlich auf jedem Gerät mit jedem Browser gekennzeichnet, sonst müßte man sie nämlich für jedes Gerät und jeden Browser extra erstellen! Der Typ hat davon wohl soviel Ahnung wie eine Kuh vom Klavierspielen. So ziemlich jeder Browser kann die Einstellungen eines Betriebssystems umgehen (siehe Proxy), so etwas müßte also in den Browsern fest integriert werden. Dumm dabei ist nur, daß weltweit jedes Land andere Bestimmungen hat. Die Hersteller wie Mozilla, Opera oder so würden sich also freuen, da sie für jedes Land einen eigenen Browser entwickeln müßten und das natürlich für jedes System!
Eigentlich gibt es nur die Möglichkeit, daß das Ganze direkt über den Provider geht, das wäre dann allerdings schon wieder Zensur! Manche würden nun sagen, man könnte sowas ja im Router konfigurieren. Und wie geht das dann bei Kabelmodem oder ISDN? Den betroffenen Personen bleibt eigentlich nur die Möglichkeit, daß sie das an ihren Geräten selbst einstellen, z. B. über verschiedene Benutzerprofile.
… Moment mal, das haben wir doch schon jetzt! Sieht so aus, als ob der ganze Unfug eine ziemlich überflüssige Diskussion wäre. Dazu noch ein letztes Zitat aus diesem Artikel:
Rechtsanwalt und Blogger Thomas Stadler vom Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur (AK Zensur) hingegen kritisiert das Vorhaben grundsätzlich: „Es ist ein Irrglaube, man könne Kinder vor nicht altersgerechten Inhalten im Netz durch das technische Mittel eines Internetfilters schützen.“ Die Erfahrung lehre, „dass Internetfilter technikbedingt immer fehlerhaft sind und einerseits zuviel blockieren, anderseits auch tatsächlich jugendgefährdende Inhalte durchlassen.“
Dazu auch ein Zitat von Herrn Stadler aus seinem eigenen oben verlinkten Artikel:
Die Einführung eines Systems der Altserkennzeichnung entspricht einem proaktiven Filtersystem, das gegen die Vorschrift des § 7 Abs. 2 TMG bzw. Art. 15 Abs. 1 ECRL verstößt. Der EuGH hat auch schon entschieden, dass sozialen Netzwerken eine allgemeine Filterpflicht nicht auferlegt werden können.
Noch einmal für alle zur Verdeutlichung:
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat […] entschieden, dass sozialen Netzwerken eine allgemeine Filterpflicht nicht auferlegt werden können.
Dieser ganze hirnlose Entwurf widerspricht also schon im Ansatz dem europäischem Recht, ist also in Europa und damit natürlich auch in Deutschland gar nicht zulässig! 8-O Hier sieht man auch endgültig, was das Papier wert ist, auf dem der Entwurf geschrieben ist:
Mindestens 1.000 mal mehr wie der Entwurf selbst oder anders herum gesagt ist der Entwurf selbst 0,00 wert.
Wertlose Maßnahmen!
Ein weiterer Punkt wird (ebenfalls von Herrn Stadler) im Artikel vom AK Zensur erwähnt, Zitat:
Stadler verweist zudem darauf, dass Kinder und Jugendliche sehr wohl über die Fähigkeit verfügen, Internetfilter zu umgehen oder sich Inhalte anderweitig zugänglich zu machen. „Eltern schenken deshalb Jugendschutzprogrammen zurecht kein Vertrauen.“ […] „Die meisten Eltern wissen, dass es nicht sinnvoll ist, den eigenen Kindern die Augen vor der Welt zu verschließen.“
Anders ausgedrückt:
Diese „Jugendschutzprogramme“ taugen nichts!
Alvar Freude vom AK Zensur meint im Artikel dazu:
„Wir hoffen, dass die Länder die Bürgerbeteiligung ernst meinen und nicht nur der interessierten Netzöffentlichkeit ein Beruhigungsmittel verabreichen wollen. Wir erwarten daher, dass das Verfahren ergebnisoffen ist und die berechtigte grundsätzliche Kritik an dem technischen Mittel der Internetfilter und Alterskennzeichnungen berücksichtigt wird.“
Naja. Was unsere Politiker von Bürgerbeteiligung oder Petitionen halten, das ist ja inzwischen hinreichend bekannt und läßt sich sehr leicht im Internet überprüfen! Am Besten verbieten, da ein einfacher Bürger davon sowieso nichts versteht…
Zensurmaßnahmen!
Eigentlich paßt dieser Entwurf ja ganz genau in folgende von mir schon mehrfach veröffentlichte Liste:
- Vorratsdatenspeicherung! (VDS) (noch nicht, aber bald!)
- Totale Videoüberwachung, sehr bald wohl mit
- Gesichtserkennung und mit
- Gedankenscanner! – Ja, der ist tatsächlich in Arbeit! 8-O
- Automatische Nummernschilderkennung! (über das Verkehrsleitsystem und/oder die Videoüberwachung bzw. das Mautsystem)
- Standortüberwachung bzw. Personenortung durch Handy/Smartphone!
- Ständige Überprüfung der E-Mails mit der SINA-Box!
- Der StaSi-Trojaner, damit der Computer auch gleich noch manipuliert werden kann!
- Bestandsdatenauskunft durch Polizei und Geheimdienste!
- Funkzellenüberwachung, aber garantiert nicht nur in Sachsen!
Zur grenzenlosen Überwachung in Deutschland nun also Zensur, die ja eigentlich laut Gesetz nicht stattfindet. Wobei ich diesen Entwurf irgendwie auch zu den Überwachungsmaßnahmen zähle, denkt mal darüber nach! Und da fragen sich viele dieser macht- und geldgeilen Verbrecher, woher denn die Politikverdrossenheit der Wähler kommt.
Mein Fazit:
Anhand verschiedener Ereignisse ist für mich klar, warum die Politiker (sogar weltweit) das Internet so scharf überwachen und zensieren wollen. Sie haben einfach Angst, daß sie ihre Macht verlieren, was dank Twitter, Facebook und Co. ja auch sehr schnell passieren kann und bereits geschehen ist. Ein dummer Spruch bei Twitter oder Facebook, ein unbequemer Artikel auf einem Blog und man steht schon mit einem Bein im Gefängnis!
Genau deswegen sehe ich auch keinen Grund, warum ich hier auf meinem Castle aufhören sollte. Ich sehe es gar nicht ein, daß ich mir hier den Mund verbieten lassen soll. Das ist ein öffentliches Blog, auf dem ich ganz einfach meine eigene Meinung schreibe und das ist (zumindest bis jetzt) hier in Deutschland nicht verboten! Ich werde also weiterhin ziemlich deutlich klarmachen, was ich von diesen verbrecherischen Zensur- und Überwachungsmaßnahmen unserer ReGIERung halte.
Einige Politiker werden sich dabei vielleicht nicht wohl fühlen, die Wahrheit tut aber manchmal sehr weh und das ist in meinem Fall auch so von mir gewollt! :twisted:
Nun wünsche ich euch allen noch einen schönen Abend!
Viele Grüße aus TmoWizard’s Castle zu Augsburg
Mike, TmoWizard
#writinghelps: Jugendschutz – Ich fordere #FSK für Politiker! von TmoWizard ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.
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